Zeugnisse commissioned 2018

Commissioned Flyer

Alle 7 Teams mit insgesamt 44 Teilnehmern sind nun wieder aus den vier Himmelsrichtungen Europas zurück in Dresden!

Wir sind Gott so dankbar für alles, was wir in der Zeit erleben durften, und möchten euch von ein paar der Erlebnisse berichten.


Zeugnisse

Simon (Polen)
Ich bin richtig dankbar für die Zeit und für unser Team. Für micheines der Punkte, für die ich am dankbarsten bin, ist, wie Gott uns kurzfristig vor der Reise noch mit einer neuen Gemeindeversorgt hat, zu der wir fahren können.
Über all die Monate der Vorbereitung war es geplant, dass wir zu einerGemeinde nach Polen fahren, aber einen Monat vor der Reise habe icherfahren, dass es leider doch nichts wird mit der geplanten Zeitzusammen, so dass ich vor der Frage stand: Was nun?
Ich wollte die Reise auf keinen Fall ausfallen lassen und gerneirgendetwas anderes finden. Sei es in einem anderen Land oder auch zueiner deutschen Gemeinde zu fahren. Das besondere war, dass Wayne mirnoch einen Kontakt geschickt hat, zu einer polnischen Gemeinde inKielce, die dann nur einen Monat vor der Ankunft bereit waren für uns.Der Zeitraum hat für sie gepasst. Sie haben für uns eine gemeinsameUnterkunft gestellt und uns toll versorgt.
Für mich ein Punkt für den ich absolut dankbar bin. Danke Gott fürdiese Gemeinde und ihre Spontanität!

Martin (Norwegen)

Nach langer Pause wollte ich wieder mit Sport anfangen. Dazu gehe ich ab und zu einer Gruppe in die Halle. Im Juni dann verletzte ich mich am Oberschenkel. Ich machte mir keine weiteren Gedanken und ging davon aus, dass die Schmerzen bald verfliegen und ich anstatt zu humpeln wieder richtig gehen kann. Die Zeit verging und mal wurde es besser, mal wurde es schlechter. Unser Commissioned Einsatz nach Norwegen rückte immer näher und meine Sorge, nicht richtig mitmachen zu können, stieg an. Ich legte es Gott in die Hand, denn er hatte uns bis dahin schon wunderbar geführt. Er hatte ein super Team zusammen gestellt und super Verbindungen zu der Gemeinde in Sandefjord hergestellt. Kurz danach erinnerte ich mich an einen guten Orthopäden, in dessen Behandlung ich schon einmal gewesen war. Ich wusste das man bei ihm lange auf einen Termin warten müsse, er aber auch Studentensprechzeiten ohne Anmeldung anbot. Fünf Tage vor Abfahrt ging ich zu meinem Arzt. Dieser ränkte meine Hüfte wieder ein, sodass ich mich wieder einwandfrei und ohne Einschränkungen in Norwegen bewegen konnte. Die zwei Wochen hätte ich mit Schmerzen unmöglich verbringen können. Gottes Zeitpunkt war perfekt. Praise the Name of the Lord!

Marit (Norwegen)

Commissioned 2018 Norwegen… mal eine ganz andere Destination, eine alternative Destination, vor allem wenn man an Mission denkt. Wie schön aber, dass Gott überall seine Arbeiter hat und haben will. Und auch mich persönlich genau dort mithaben wollte. Für mich ist allein schon Zeugnis, wie Gott individuell auswählt, beruft und Teams baut. Ich wohne momentan in Rom und wollte auch den Sommer hier verbringen. Dann kam aber doch mal wieder alles anders. Interessehalber hatte ich mich durch Ferdinand über commissioned 2018 und die verschiedenen Einsatzländern informieren lassen. Einfach nur, um so ein bisschen auf dem Laufenden zu sein, was in der Jesus Gemeinde so passiert. Beim Lesen der Länderbeschreibungen fiel mein Blick auf Norwegen und ging da nicht mehr weg. Ich fühlte ganz klar und deutlich Gottes Sprechen und eine Klarheit im Herzen… „Dort sollst du mit.“ Ohne ursprünglich das Vorhaben gehabt zu haben, bei irgendeinem der Einsätze mitzufahren.

Die klaren Impulse, die uns vom Heiligen Geist hier und da gegeben werden, sind für mich immer  wieder kleine Zeugnisse und Beweise, die für mich keinen Zweifel mehr zulassen an unserem lebendigen Gott. Nach diesem ersten klaren Impuls habe ich dann noch einmal versucht, mich innerlich zu sträuben und wieder zu distanzieren und irgendwelche Hindernisse oder Probleme zu finden, die gegen eine Teilnahme gesprochen hätten. Aus Angst und Respekt vor diesem Schritt, vor erneuter Veränderung, vor dieser Herausforderung, einfach vor etwas Neuem und Unbequemen. So sehr ich aber weiter versuchte, all jene Gedanken zu nähren, die in irgendeiner Weise gegen meine Teilnahme gesprochen hätten, so merkte ich, wie diese einfach weggefegt wurden und Gott alle äußeren Umstände (Zeit, Urlaub, Finanzen, Flug nach Deutschland, um gemeinsam mit dem Team ab Dresden starten zu können) und auch meine innere Haltung und Bereitschaft veränderte und mich vorbereitete. Auch die Leiter des Einsatzes haben mich ermutigt und ich wusste, dass ich nicht mehr nicht mitfahren konnte. Vor Ort in Norwegen dann die Freude von Jan, dem Gemeindeleiter, zu sehen und zu hören, welches Wunder wir für ihn sind und wie wertvoll unsere praktische Arbeit an der Fassade des Gemeindegebäudes für ihn und die Gemeinde ist, war einfach so wertvoll und bestätigend und erfüllend. Ich finde es einfach immer wieder überwältigend zu merken, wie viel Segen und Erfüllung darin liegt, wenn man sich selbst, seine Zeit und seine Finanzen zur Verfügung stellt, um anderen zu dienen. Ich habe darüber hinaus während dieses Einsatzes ein Norwegen kennenlernen dürfen, was ich sonst so nie kennengelernt hätte. Wir haben einen kleinen Rundflug über die Region geschenkt bekommen, hatten die Möglichkeit mehrfach in wunderschönen Fjorden baden zu gehen, ursprüngliche Natur zu genießen und bei Norwegern daheim zu essen (und zu duschen! denn diese Möglichkeit gab es nicht in unserer Unterbringung im Gemeindehaus). Es sind Bilder und Eindrücke, die mich so bereichern und begleiten und auch weiterhin begleiten werden und mich so dankbar und voller Freude über das Erlebte und Gottes Sprechen und Wirken sein lassen.

Ferdi (Norwegen)

Das Besondere an dem Einsatz nach Norwegen war für mich, dass ich gelernt habe, dass es nicht so wichtig ist wohin man geht, sondern überall Menschen sind, die sich über das Kommen freuen. In der Gemeinde in Norwegen, übrigens eines der reichsten Länder der Erde, waren die Menschen so überwältigt, dass wir unseren Urlaub opfern um an ihrem Gebäude zu bauen, dass sie uns jeden Tag von Neuem dafür dankten. Ich denke damit konnten wir zeigen, wie Jesus ist. Er ist großzügig und will jedem helfen, egal wo er steht.

Salome (Balkan)

Für mich ist es immer wieder eine Herausforderung, wenn ich jemand verstehen muss, der Englisch spricht, und besonders wenn ich selbst auf Englisch reden muss. Deshalb lasse ich mir gern bei Gesprächen übersetzen. So auch zum Großteil in Mazedonien. Auch bin ich meist sehr angespannt, wenn ich vor Gruppen reden muss. An dem einen Tag sollten wir als Team den Abendgottesdienst gestalten und Gott gab eine Idee für ein Thema. Nach der Teambesprechung stand fest: ich sollte die Predigt halten. Die anderen haben mir angeboten mich auch von Deutsch auf Englisch zu übersetzen. Doch bei der Vorbereitung hatte ich den Eindruck die Predigt gleich auf  Englisch zu schreiben. Dank Gottes Kraft hatte ich sowohl bei der Vorbereitung, als auch später beim Gottesdienst keine Angst und konnte ohne größere Probleme auf Englisch predigen!

Bella (Balkan)

Bei unserem Einsatz war es großartig zu erleben, wie man durch Gott mit Menschen auf der ganzen Welt verbunden ist und überall Geschwister hat. Dazu kommt, dass jeder seine Beziehung zu Gott ein bisschen anders lebt und man so neue Aspekte entdecken und voneinander lernen kann. Von unseren Geschwistern in Mazedonien haben wir auf jeden Fall gelernt, wie wichtig und wertvoll Gebet ist. In unserem Alltag ist es uns oft nicht so bewusst, wie abhängig wir von Gott sind. Man vertraut auf seine eigenen Fähigkeiten und kommt schon ganz gut klar, baut sich seine eigene Welt, in der man funktioniert. Aber jetzt waren wir in einer völlig fremden Welt, mit einer anderen Kultur und Erwartungen, von denen wir uns nicht sicher waren, ob wir sie zufriedenstellen können. Wir waren kein jahrelang erfahrenes Missionsteam, das ein bestimmtes Programm immer wieder abspielt. Deswegen waren die ersten Tage auch erstmal von Zweifeln geprägt, was eigentlich unsere Rolle und unser Platz ist. Doch Gott hat das schon vorausgesehen und es so arrangiert, dass an dem ersten Sonntag, an dem wir dort waren (wir kamen Samstagabend dort an), noch ein amerikanischer Missionar da war, der die Predigt des Morgengottesdienstes übernommen hat. Darüber waren wir sehr froh, da wir dadurch Zeit hatten, anzukommen und uns als Team zu finden. In den nächsten Tagen wurde uns immer mehr bewusst, dass es allein Gottes Gnade ist, die uns weiterbringt. Wir haben es erlebt, dass Er treu und gerecht ist, wenn wir Ihm bringen, was wir haben und Ihn um Hilfe für alles Weitere bitten. Er hat uns immer neue Gedanken, Eindrücke und Verse gegeben, wenn wir nicht mehr weiterwussten.

Rachel (Frankreich)

Während unseres Einsatzes in Frankreich nahmen wir uns immer wieder Zeit, um auf der Straße mit Menschen zu reden, ihnen von Jesus zu erzählen, ihnen Gebet anzubieten oder ihnen ein Johannes Evangelium zu schenken. Eines der eindrücklichsten Begegnungen für mich war als Doro und ich einen jungen Mann im Hafen von Marseille ansprachen. Er hatte eine Schiene am Fuß und konnte nur unter erschwerten Bedingungen laufen. Wir fragten ihn in unserem gebrochenen Französisch, was passiert war und er meinte, er hatte einen Motorradunfall gehabt. Danach boten wir ihm an für seinen Fuß zu beten und er stimmte sofort zu. Nachdem wir beide auf Deutsch für ihn gebetet hatten, fragten wir ihn ob sich etwas verändert hatte. Er meinte es sei ein wenig besser. Wir beteten erneut und anschließend war er so erstaunt und fragte uns, was wir getan hatten, da es nun viel besser sei! Wir konnten ihm sagen, dass Jesus derjenige ist, der ihn heilt, und luden ihn zu einer Gemeinde ein, die sich direkt dort in der Gegend trifft. Er war so dankbar und wollte auf jeden Fall in die Gemeinde kommen und einen Freund mitbringen!
Es ist immer wieder begeisternd zu sehen, wie Gott uns trotz unserer Sprachbarrieren und unserer Unsicherheit benutzt, um Menschen seine Liebe zu zeigen.

Mirjam (Frankreich)

Was mich an unserem Commissioned-Einsatz nach Frankreich begeistert hat, war zum einen die tolle Zusammensetzung des Teams. Wir haben uns mit unseren Gaben wunderbar ergänzt und konnten so auf unterschiedliche Weise Menschen dienen, sie ermutigen und ihnen von Gott erzählen.

Zum anderen haben wir immer wieder erlebt, wie Gott bestimmte Situationen und Menschen, denen wir begegnet sind, vorbereitet hat. Das hätten wir mit unserer begrenzten menschlichen Perspektive so nie planen können! Wir waren immer wieder überrascht, wie leicht wir mit Menschen über Gott ins Gespräch kamen. Und das in Frankreich, einem Land, das nicht gerade als „einfaches Missionsland“ gilt.  Das macht Mut, auch in Deutschland und ganz persönlich im Alltag offen zu sein für Begegnungen, wo Gott uns gebrauchen will.

Außerdem war der Einsatz eine Zeit, in der wir auch selbst immer wieder von Gott beschenkt wurden – z. B. durch ermutigende und inspirierende Begegnungen mit Glaubensgeschwistern und auch durch Gottes wunderbare Schöpfung, die wir bewundern konnten.

Anne (Frankreich)

Wir waren in Frankreich unterwegs um Leute an den verschiedenen Orten zu ermutigen und im Nachhinein habe ich das Gefühl viel mehr beschenkt wurden zu sein als ich selber gegeben habe. In Montpellier haben wir in einem Café mitgearbeitet, das von mehreren Gemeinden vor Ort betrieben wird und bei der Armenspeisung mitgearbeitet. Die Hingabe, mit der die Gemeinde dort vor Ort arbeitet hat mich sehr angesprochen. In Marseille konnten wir eine Familie, die dabei ist in die Stadt zu ziehen, treffen, mit ihnen beten und sie ermutigen. Für mich war es so stark zu sehen wie gehorsam sie ihr vorheriges Zuhause verlassen haben, um Gottes Willen zu tun. Ich bin dankbar für die Zeit, angefüllt mit guten Begegnungen, Gemeinschaft im Team und mit den Christen vor Ort und vielen Gelegenheiten wo man von Gott erzählen konnte.

Prisca (Norwegen)

Es soll nicht in Vergessenheit geraten, wie Jesus mir in Norwegen begegnet ist, mich versorgt und gesegnet hat. Ich habe viele Jahre mit Ängsten und Perfektionismus zu tun gehabt und neige dazu, mir viele Sorgen & Gedanken über alles zu machen. Seit letztem Jahr habe ich der Angst den Kampf angesagt und begonnen, meine Identität als Kind Gottes und seine Güte zu begreifen. Trotzdem kommt Angst sehr gerne und sehr schnell wieder hoch und so hatte ich auch vor commissioned gemischte Gefühle: Z.B. Weil ich 5 Tage später erst nachgereist bin- werde ich gut ins Team finden? Kann ich den „Vorsprung“ der anderen aufholen? Wie wird das Lobpreis leiten im Gottesdienst, was ich seit vielen Jahren nicht mehr gemacht habe? Ich hatte mir außerdem vorgenommen, bewusst keinen Rückflug zu buchen sondern zu schauen, was sich ergeben würde, vielleicht noch etwas vom Land zu sehen… auch da- viele Ängste. Alleine in einem fremden Land bleiben, spontan sein, keine Kontrolle haben…

Und bei ausnahmslos jeder Sorge (und da gab es viele) hat Jesus mich überrascht, meine Erwartungen weit übertroffen. Er war so gut, so treu, hat mich immer versorgt und so manches Mal meine Pläne durchkreuzt.
So war unser Team einfach mal das beste, es gab so viel Spaß, alle haben mir von Anfang an gezeigt, dass ich willkommen bin, eine Bereicherung und dass es gut wird, und so war es auch. Tiefe & Offenheit von Anfang an.
Die Arbeit am Gebäude hat nicht nur der Gemeinde total geholfen, sondern auch uns erfüllt und Spaß gemacht, die Gastfreundschaft und Großzügigkeit der Gemeinde hat uns jeden Tag berührt. Der Gottesdienst, den wir gemeinsam ausgestaltet haben, war so von Gott zusammengeführt, jeder hat etwas gegeben und zusammen hat es ein ermutigendes Großes Ganzes gegeben. Die Gemeinde war sehr ermutigt. Ich habe gesehen wie es Türen öffnet, ehrlich zu sein und die eigene Unperfektheit preiszugeben. Es schweißt zusammen und man kann zusammen auf Jesus sehen. Es war für mich persönlich auch fast unglaublich, dass ich mich getraut habe den Lobpreis zu leiten, das erste Mal mit Klavier, und dass Gottes Gegenwart so spürbar war.

Im Anschluss an den Einsatz war ich noch 9 Tage allein in Norwegen, etwas was ich noch nie gemacht habe. Ich glaube da war die größte Lektion für mich: Vertrauen dass Gott gut ist, nur Gutes für mich hat, mich nicht sinken lässt wenn ich aufs Wasser gehe und mich versorgt. Alles Dinge die ich bisher dachte zu wissen… die aber völlig neu in mein Herz fallen mussten, z.B. wenn ich noch nicht wusste, wer die Person sein wird bei der ich am nächsten Tag auf dem Sofa schlafen darf. Oder wenn es 6 Tage hintereinander keine Sonnentage gab (Bergen ist die regenreichste Stadt Europas). Oder wenn ich mir den Aufstieg auf einen Berg erkämpft hatte und es oben angekommen wie aus Kübeln schüttet und nicht mehr aufhört. Gott hat ganz klar zu mir gesprochen: Er ist nicht manipulierbar und passt sich auch nicht meinen Vorstellungen von was „Güte bedeutet“ an… aber ich kann in dem Wissen ruhen, dass er gut ist und seine Versorgung nicht einfach abbricht. Ob wunderbare Begegnungen mit Menschen, oder eine Einladung zum Essen, oder eine Fahrt in die Fjorde, die ich mir sonst nie hätte leisten können… oder dass mir wildfremde Menschen ein Straßen Bahn Ticket geschenkt haben, ohne zu wissen dass mein Geld fast alle war. Ich konnte Jesus manchmal förmlich sagen hören: Schau, so denke ich! Alles ist möglich.

Und so macht das Abenteuer dann auch Spaß… und die Lieder ergeben wieder Sinn, die wir über seine Güte singen. Weil es stimmt. Danke Jesus, dass du mir zeigst dass ich als deine Tochter nicht länger in Angst & Begrenzung leben muss.

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