Griechenland – Tag 8 und 9 – Menschlich

Panorama

Jetzt sind wir bereits in unserer zweiten Woche des Einsatzes hier und haben eine gewisse Routine, denn vieles machen wir schon zum zweiten Mal. Aber auch wenn die Aufgaben vertraut werden, so sind Dinge immer wieder anders, da wir immer wieder mit neuen Menschen zu tun haben. Wir fühlen uns längst auch nicht mehr so voller Energie wie in der ersten Woche und einige unter uns sind auch ein bisschen krank. Und in Müdigkeit erleben wir auch mal Enttäuschung oder Frust mit anderen Menschen.

Dieser Dienst unter den Bedürftigen ist sehr wichtig, aber wir haben dabei gemerkt wie wenig dafür zurück kommt. Menschen zu versorgen war Jesus ein Anliegen und die frühe Kirche lebte das, so folgen auch wir diesem gelebten Beispiel. Und selbst wenn die Geflüchteten nicht Undankbarkeit zeigen, jedenfalls meistens, so ist die Arbeit mit anderen Kulturen herausfordernd und Beziehungen aufzubauen ist schwer, da Leute ständig gehen und neue kommen.

In all dem erleben wir aber einen sehr guten Teamzusammenhalt sowie eine gute Verbindung zu den Mitarbeitern hier. So können wir gemeinsam unsere Schwächen und Frust zu Gott bringen und uns gegenseitig unterstützen. Ganz ehrlich und offen teilen wir das miteinander und können gemeinsam darin wachsen. Wir lachen und weinen zusammen, da gibt es neben dem Spaß eben auch tiefe Gespräche. Wir arbeiten als Team gemeinsam und verbringen unsere freie Zeit zusammen. So waren wir heute auf einem Berg um die Stadt bei der untergehenden Sonne zu betrachten – wunderschön. Und jetzt sitzen wir beisammen und spielen Karten.

Das ist eines der Besonderheiten an commissioned, Leute gehen scheinbar bunt zusammengewürfelt auf Missionseinsatz. Und Gott leitet es so, dass es irgendwie passt, man sich besser kennenlernt und gegenseitig hilft persönlich zu wachsen. Und so sind wir gewachsen in den letzten Tagen, haben unsere Nervosität überwunden und fremde Menschen angesprochen, vor vielen Leuten von Jesus erzählt, sind selbstständiger und erfahrener geworden. Und wir durften Früchte der Arbeit hier sehen. Da waren lächelnde Gesichter, berührte Herzen und großartige Zeugnisse, die wir gehört haben. Gerade hier in der Gemeinde haben wir Menschen aus muslimischen Ländern kennengelernt, die ihr Leben Jesus gegeben haben. Von ihrer Begeisterung an Jesus zu hören, ist herzerwärmend und erfüllt das eigene Herz mit Freude. So langsam bauen wir auch Beziehung zu den Geflüchteten hier, die regelmäßig zu den Angeboten kommen. Schade, dass wir bald wieder weg sind. Aber gut, dass es ein festes Team hier gibt, die mit vollem Einsatz Gott und den Geflüchten in Athen dienen.

So gehen wir mit unserem ganzen Eifer in die letzten Tage und geben alles. Es erwarten uns noch zwei besondere Aktionen.

Bitte betet dafür, dass
– wir gesund sind und neue Kraft bekommen
– wir Menschen noch mehr und offener von Gottes Liebe zeigen können
– und die Mitarbeiter und die Arbeit hier gesegnet wird

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