Griechenland – Tag 4 und 5 – Geschichten

Im Einsatz

Jeder Mensch hat seine einzigartige Geschichte, die ihn prägt und formt. Während wir hier sind, hören wir viele solcher Geschichten. Oft ist es allerdings nur ein Bruchteil davon, weil Zeit, gemeinsame Sprache und
Vertrauen fehlt. Die TeaTime jedoch bietet einen Rahmen, in dem die Mitarbeiter hier Beziehung zu den Geflüchteten aufbauen können. Getrennt nach Männern und Frauen werden Spiele gespielt, Handarbeiten gemacht oder es wird einfach auch Gemeinschaft miteinander verbracht. Wie der Name es schon sagt, gibt es Chai und Kekse. Dies findet jeden Donnerstag statt und wir durften dabei sein und Kontakte vertiefen, die wir bei den Speisungen oder den Deutschkursen geschlossen hatten. Dabei kamen wir ein bisschen ins Gespräch mit den Geflüchteten, lernten sie und ihre Kultur mehr kennen. So fiel uns beispielsweise auf wie Familienorientiert sie sind.

Die Menschen hinter diesem Projekt und auch andere Helfer haben inspirierende Geschichten. Sie sind
Menschen, die so viel aufgeben um denen in Not zu helfen. Ihre Erfahrungen und Erlebnisse sind mal tief, mal
spannend und mal lustig. Heute waren wir bei dem Missionarsehepaar eingeladen und sie zeigten uns Fotos
anhand derer sie ihre Geschichte und von ihrem Dienst erzählten. Ihre Herzlichkeit, ihr Glaube und vor allem
Offenheit für Neues sind uns allen ein Vorbild.

In dieser Zeit lernen wir uns als Team auch besser kennen und wir nehmen uns für jede Person ganz bewusst
Zeit. Bereits vier von uns haben aus ihrem Leben erzählt, und jedes Mal war es ein Zeugnis davon wie gut Gott
ist. Danach haben wir immer auch für die Person gebetet. Auf diese Weise segnen wir uns gegenseitig und
bereichern einander.

In all dem geht es aber vor allem um Jesus Geschichte, sein Leben hier auf der Erde, und Gottes Geschichte mit
den Menschen – Gottes Geschichte mit uns. Und genau das wollen wir auch weitergeben und weiter darin gehen. So haben wir mit den Frauen einen Film in Persisch gesehen, in dem es um das Leben von Jesus ging und einige Frauen waren sichtlich bewegt.

Heute waren wir in der Stadt auf einem Platz, an dem sich auch viele Geflüchtete aufhalten. Dort haben wir Musik gemacht und einige von uns haben einen einstudierten, selbst choreographierten Tanz aufgeführt. Damit konnten wir die Aufmerksamkeit der anwesenden Leute gewinnen, um sie dann zu den Speisungen einzuladen und Gespräche mit ihnen zu führen. So führte eine Gruppe von uns und ein lange Diskussion mit einem Kurden über den Glauben. Darüber hinaus konnten wir aber einfach auch den Menschen ein bisschen Freude bereiten mit der Musik und ihnen so hoffentlich etwas von der praktisch gelebten Liebe Jesu weitergeben.

Morgen erwartet uns dann erst mal ein freier Tag, den wir zu Erholung und Stadtbesichtigung nutzen werden.
Am Sonntag werden wir Teil vom Gottesdienst sein und die Leute der Gemeinde hier kennen lernen. Darauf
freuen wir uns schon sehr.

Bitte betet dafür, dass

– bei den Menschen im Park ein Samen im Herzen gesät wurde
– wir Gottes Schutz erleben
– und dass wir uns morgen gut erholen können, um Kraft für die kommende Woche zu schöpfen

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