commissioned YOUTH – Polen Einsatz – Tag 4-5

Commissioned Polen Planen

Tag 4 und 5 (Di/Mi)

Liebes Tagebuch,

nachdem wir nun die ersten drei Tage da sind, haben wir uns schon gut eingelebt. Unsere Übersetzerin, in deren Haus wir untergekommen sind, nimmt uns heute mit auf eine Besichtigung von verschiedenen Sehenswürdigkeiten. Also kommt auch hier das Sightseeing bei unserer Reise hier nicht zu kurz. Wenige Momente später finden wir uns also in einer kalten Tropfsteinhöhle wieder. Allerdings ohne des Polnischen mächtig zu sein. Wir verstehen verstehen also wenig, außer dass alles nass und kalt ist! Die Inszenierung des Gruppenleiters der Führung mit zwei Taschenlampen und verschiedenen Lichtstimmungen, die an- und ausgeschaltet werden können ist trotzdem gut. Außer dass bei uns die Frage bleibt, was von der Höhle tatsächlich echt ist und was im Nachhinein nur drangeklöppelt wurde! Manche Rohre in der Höhle haben auch eine Rauhputz und passende Farbe bekommen und der Fußweg erscheint auch nachträglich hineingeschnitten. Sowie die Elektrokabel, die über die Felsen verlaufen, um die Lampen mit Strom zu versorgen. Naja, wer weiß!

Danach ging es für uns zu einer ehemaligen Skischanze – mit Blick hinein auf die Stadtkulisse. Sehr schön. Und
anschließend noch kurz zu einem Kloster, das auch einen schönen Blick auf die Umgebung hatte. Nach diesem netten Kulturprogramm, ging es am Nachmittag dann wieder an die Arbeit! Wir dürfen nämlich nachdem wir schon am Sonntagsgottesdienst aktiv waren, auch den Mittwochabend Gottesdienst ausgestalten. Zu Sonntag haben wir später erfahren, dass wir positives Feedback erhalten haben! YES! Da Simeon seine kleine Gitarre mitgenommen hatte, war der Gedanke, dass wir auch den Lobpreis übernehmen können. Die Gitarre und der Gitarrist war für uns ein voller Segen jeweils jeden Morgen bei unseren Teamzeiten und manchmal auch am Abend. Zusammen zu singen macht Freude und schweißt zusammen! Da wir auch die Predigt ausgestalten dürfen, setzen wir uns dann gemeinsam hin und überlegten miteinander, wie wir das angehen können. Am Ende hatten wir etwas geplant, bei dem jeder einzelne von unserer Gruppe einen Anteil an der Predigt vorbereitet hat. Der Abend konnte dann noch gemütlich ausklingen, in dem unsere Gastmutti hinten im Garten ein Feuer angeschürt hat. Es gab Würstchen, auf Holzspießen über dem offenen Feuer gebraten, dazu Brot und später noch Marshmallows. Wie gesagt, wir wurden sehr, sehr gut versorgt.

Etwas Weiteres, Starkes ist noch passiert: Als wir am Dienstagmorgen im polnischen Lidl waren (ja, gibt es auch in hier) gab es dort unerwartet einen weiteren Hinweis nach dem wir auf unserer Schatzsuche gestern Ausschau gehalten haben: Eine Schlauchtrommel mit Schlauch, die an die Wand geschraubt war. Genau so eine hing plötzlich im Lidl. Dann sahen wir noch eine Frau mit Kleid (ein weiterer Hinweis, nachdem wir Ausschau gehalten hatten) und eine zweite Frau mit neuen Nike-Sportschuhen! (anderer Hinweis). Oli hatte viel Mut, wollte das Ganze jetzt angehen und hat mich motiviert, dass wir jetzt endlich auf die Leute zugehen. Sehr praktisch war, dass Kinga dabei war, die für uns übersetzen konnte. Die erste Frau brauchte zwar kein Gebet, weil für sie alles ok war, aber die zweite Frau war schwanger und dankbar, dass wir für Sie beten wollten. Das haben wir dann auch gemacht. Für uns wirklich ein Erfolg!

Der geplante Gottesdienst Tags darauf am Mittwochabend verlief auch gut. Es war zwar alles ein bisschen mit der heißen Nadel gestrickt, aber dennoch kam unser Thema, in dem es ums Durchhalten auch in schweren Zeiten ging, gut an. Uns wurde gesagt, dass auch viel mehr Leute anwesend waren, als an normalen Mittwochabenden.

Am Ende des Abends wurden wir von einem befreundeten Gemeindeleiter aus einer Stadt, die 50 km von Kielce entfernt ist, dann noch eingeladen nächstes Jahr auch in seine Gemeinde auf einen Abstecher vorbeizukommen, wenn wir wieder nach Polen fahren.

Abends war die Stimmung dann gelöst, wir waren aufgedreht und alle sehr, sehr dankbar für alles was passiert ist. Jetzt kommt dann nur noch ein voller Tag und dann die Heimreise.

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